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Lasergeschichte
application/pdf   Laserlicht Wie ein Laser funktioniert (596 KByte)
Geschichte der Laserentwicklung

Generell wird das Jahr 1960 als das Geburtsjahr des Lasers angesehen. T.H.Maiman regte einen Rubinstab, dessen beide parallele Oberflächen als Resonator dienten, mit einem Impulsblitz an, und bemerkte dabei zum ersten Mal eine im sichtbaren Spektrum emittierende kohärente Strahlungsquelle. Maiman's Entdeckung markierte einen Wendepunkt in der Quantenelektronik: Einerseits brachte sie viele Jahre theoretischer und praktischer Bemühungen, solch eine Lichtquelle zu verwirklichen, andererseits leitete sie eine bis heute andauernde Phase rapider wissenschaftlich-technischer Entwicklung ein.

Am Ende der Fünfziger verschärfte sich das Rennen um den "optischen Maser" (wie der Laser damals noch genannt wurde). Im Jahr 1958 hatten Schawlow und Townes in der Theorie die Möglichkeit demonstriert, einen Strahlungsverstärker für das sichtbare und das Infrarotspektrum zu entwickeln, ähnlich jenen, die 1951 vorgeschlagen und 1954 für Mikrowellen gebaut worden waren. Bereits 1959 hat G.Gould das Bauprinzip solch einer Maschine umrissen, die Skizzen durch einen Notar aufnehmen lassen und später ein Patent auf seine Ideen angemeldet. Er prägte auch die Bezeichnung "Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation" (Lichtverstärkung durch stimulierte Strahlungemission), kurz LASER. Daher wird er von manchen als der "Erfinder des Lasers" betrachtet.

Doch wie so oft in wissenschaftlichen Bestrebungen hatte ein Mensch, im Gegensatz zu seinen Vorgängern und Konkurrenten, die schöpferische Eingabe und die nötige Portion Glück: Sein Name war Maiman. Maiman verwendete Rubin - welcher wegen seiner angeblich niedrigen Strahlungseffizienz als aktives Lasermedium als wenig erfolgversprechend angesehen wurde - und war erfolgreich. Im Rennen um den ersten Laser schlug er, der Außenseiter, mit einem relativ bescheidenen Budget von Hughes Research alle Forschungsgruppen, welche derzeit in diesem Bereich die "Wissenschaftliche Gemeinschaft" bildeten: Lincoln Labs, IBM, Siemens, RCA Labs, GE, Bell Labs, TRG und viele andere. Jedoch waren seine Ergebnisse so überraschend ungewöhnlich, dass ihre Veröffentlichung in den angesehenen "Physical Review Letters" abgelehnt wurde. (Im Rückblick müssen die Rezensenten ziemlich verlegen gewesen sein!) Daher schlug Maiman einen für einen Amerikaner eher ungewöhnlichen Weg ein und veröffentlichte seine Ergebnisse in der englischen Zeitschrift "Nature". Am 7.Juli 1960 gab Hughes Research auf einer Pressekonferenz die Erfindung des Lasers bekannt. Mit seinem Resultaten leitete Maiman Entwicklungen in angewandter Physik ein, die bis jetzt kaum vorstellbar sind. Die Lasertechnologie begann ihren triumphalen Aufstieg.

Doch wie so oft in der Wissenschaft verfehlte Maiman hier die größte aller wissenschaftlichen Anerkennungen, den Nobel-Preis. Seine Vorgänger Basov, Prokhorov und Townes erhielten den Preis 1964 für ihre "fundamentale Arbeit in der Quantenelektronik, die zur Konstruktion von Oszillatoren und Verstärkern , die auf dem Maser-Laser-Prinzip basierten, führten. Schwalow erhielt den Preis 1981 für seine Beiträge zum Thema Laserspektroskopie.

Maiman stand mit leeren Händen da, abgesehen von der Tatsache, dass nur wenige andere Erfindungen Nobels ursprünglicher Idee so nahe gekommen waren wie der Laser. Ausgeklügelt einfache, praktisch orientierte Konstruktionen, besonders wenn sie von einem Außenseiter kommen, werden manchmal in akademischen Kreisen lediglich als glückliches Zusammentreffen angesehen, und erhalten daher oft nicht die verdiente Beachtung. Und doch ist es oft das Einfache, das so schwer zu entwickeln ist.

Die folgenden Abschnitte liefern eine zeitliche Abfolge der Entwicklung des Lasers. Wegen ihrer Vielfalt und Komplexität wurden Laseranwendungen nicht berücksichtigt. Genausowenig wurde der quantitative Fortschritt aufgezeigt. Nur neue Grundlagen, Konzepte und Lasertypen sowie qualitative Durchbrüche finden Erwähnung. Auch fanden Entwicklungen häufig parallel statt, so dass es schwierig ist, einer den Vorrang zu geben. Vor diesem Hintergrund können wir keinen Anspruch auf die Vollständigkeit unserer Liste erheben.

Diese Chronologie kann dem Laserbenutzer zeigen, wieviel Zeit selbst in unserer sich schnellveränderndem, neuerungsorientierten Gesellschaft vergehen muss, damit sich eine Idee von der ersten Durchführung im Labor zu großangelegter praktischer Anwendung entwickeln kann. Dies wird ausgeleuchtet am Beispiel von Halbleiter-Lasern, die als Massenprodukt in optischen Kommunikationssystemen und in CD-Spielern erst in den frühen Achtzigern eingesetzt worden waren. Sie wurden bereits 1959 vorgeschlagen (sogar vor Maiman's erster Laser-Vorführung!), zuerst 1962 realisiert (bei niedrigen Temperaturen und im Impulsbetrieb), und ein Jahr später in Dauerbetrieb genommen (weiterhin mit Kühlung). Lediglich die Vorschläge für eine Doppelheterostruktur, die Kroemer, Alferov und Kazarinov 1963 einbrachten, wiesen den Weg zu einer effizienteren Emission. So wurde der Betrieb im Impulsmodus zuerst 1968 erreicht, und im Mai 1970 war Alferov's Teamin Leningrad in der Lage, die erste Laserdiode vorzustellen, die dauerhaft bei Raumtemperatur lief. Einen Monat später wurde die parallel laufende (westliche) Entwicklung von Hayashi, Panish und anderen präsentiert. Doch Laserdioden waren immer noch weit von einer praktischen Anwendung entfernt. Immer noch war eine Reihe von Schritten notwendig, um Halbleiterlaser auf gängiges technologisches Niveau anzuheben: Neue Wachstumsmethoden, neue Materialien (z.B. InGaAsP, 1976), neue Strukturen (z.B. Quantenquellen, 1978), neue Prinzipien (z.B. oberflächenemittierende Dioden, 1979), neue Wellenlängen (z.B. blauer Bereich des Spektrums, 1991 und 1996) und viele andere.

Doch neben dem kommerziellen Erfolg des Halbleiterlasers sah das vergangene Jahr auch eine angemessen wertvolle Auszeichnung für einen seiner Väter: Annähernd vierzig Jahre nach Entwicklung des Prinzips der Heterostrukturen, und dreißig Jahre nach Entwicklung erstmals kontinuierlich bei Raumtemperatur arbeitender Laserdioden, erhielt der Russe Zh.I.Alferov den Nobelpreis für Physik.

Nur die Zukunft wird zeigen, welche der laufenden und fundamental neuen Laserentwicklungen ökonomisch an Bedeutung gewinnen wird (seien es Atomlaser, auf Polymeren basierende Laser, lose Halbleiterstrukturen oder andere).

Chronologie der Laserentwicklung

Jahr

  • Theorie, Vorschläge und Vorstellungen (-> Jahr der Fortsetzung oder Verwirklichung)
  • Experimente und Realisation (-> Jahr der Fortsetzung oder theoretischen Beschreibung)
1917
- A.Einstein: Veröffentlichte "On the quantum mechanics of radiation" ("Über die Quantenmechanik der Strahlung") und erklärte damit spontane und stimulierte Emission erklärend
1920
- J.Franck, F.Reiche: Nachweis eines metastabilen Zustand in angeregtem Helium
1927
- P.A.M.Dirac: Quanteninterpretation von stimulierter Emission
1928
- R.Laddenburg et al.: Experimentelle Verifikation stimulierter Emission in Gasentladungen
1950
- E.M.Purcell, R.Pound: Generierung stimulierter Emission bei umgekehrt besetzten Kernspins
- Kastler, J.Brossel: Generierung einer vorherrschenden Population höherer Energiezustände (Populationsinversion) mittels optischer Anregung
1951
- V.A.Fabrikant: Vorschlag, elektromagnetische Strahlung in einem Medium mit vorherrschender Populationsinversion zu amplifizieren
- Ch.A.Townes et al.: Diskussion der Möglichkeit eines Strahlungsverstärkers, der die Populationsinversion ausnützt (-> 1954)
- C.S. van Heel, H.H.Hopkins und N.S.Kapany: Erste technisch verwendbare Glasfaser mit Kern und Ummantelung
1954
- N.G.Basov und A.M.Prohorov: Vorschläge und Berechnungen für einen auf stimulierter Emission basierenden Mikrowellenoszillator
- Ch.H.Townes e t al.: Erster Maser (= Microwave Amplification by Stimulated Emission of Radiation) (Mikrowellenverstärkung durch stimulierte Strahlungsemission) basierend auf Ammoniakmolekülen
- N.S.Kapany: Prägte den Begriff "Faseroptiken"
1956
- N.Bloembergen: Theorie eines rauscharmen paramagnetischen Verstärkers in einem Drei-Ebenen-System
- R.H.Dicke: Erstes US-Patent für einen Maser mit Emission im Infrarotbereich (nicht realisiert)
1958
- L.Schawlow und Ch.H.Townes: Vorschläge und Berechnungen für den Bau von Masern für Licht im sichtbaren und im Infrarotbereich (-> 1960)
1959
- G.Gould legt Konstruktionsskizzen für einen optischen Maser für ein US-Patent vor und führt den Begriff "Laser" (= Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation) (Lichtverstärkung durch stimulierte Emission von Strahlung) ein
- N.G.Basoc et al.: Vorschlag für einen Halbleiterlaser (-> 1962)
1960
- T.H.Maiman: Erster Laser, bestehend aus einem Rubinstab (Cr3+:Al2O3) mit zwei parallelen Oberflächen als Resonator und einem Impulsblitz als optische Anregungsquelle, Emissionswellenlänge 0.6943 Mikrometer
- A.Javan: Erster Gaslaser, dauerhaft stimulierte Emission bei einer Wellenlänge von 1.15 Mikrometern in einer Helium-Neon-Gas-Mischung, wobei Neon das emittierende Atom war
- P.P.Sorokin und M.J.Stevenson: Stimulierte Emission von U3+:CaF2 bei Wellenlängen von 2.5 Mikrometern und 2.6 Mikrometern
- F.G.Houtermans: Vorschlag Excimer als Lasermedium zu verwenden (-> 1971)
1961
- A.G.Fox und T.Li; G.D.Boyd und J.P.Gordon: Theorie optischer Resonatoren mit sphärischen Spiegeln
- P.P.Sorokin und M.J.Stevenson, W.Kaiser et al.: Stimulierte Emission von Sm2+:CaF2 bei einer Wellenlänge von 0.7080 Mikrometer
- E.Snitzer: Stimulierte Emission von Nd3+:Glas bei einer Wellenlänge von 1.0623 Mikrometern
- J.C.Polani: Vorschlag eines chemischen Lasers (-> 1965)
- E.Snitzer: Kombinierte Laser mit optischen Fasern
- R.W.Hellwarth: Vorschlag, starke Laserimpulse via Q-switching zu generieren (-> 1964)
- P.A.Franken et al.: Erstmals Frequenzverdopplung von (Rubin-) Laserlicht bei der Passage durch einen Quarzkristall (-> 1962)
1962
- D.White und J.D.Ridgen: Entwicklung des Helium-Neon-(HeNe) Lasers mit einer Emissionswellenlänge von 0.6328 Mikrometer. Dieser wird der am häufigsten verwendete Gaslaser sein.
- R.N.Hall et al., M.I.Nathan et al., T.M.Quist et al.: Impuls-stimulierte Emission gekühlter GaAs-Dioden (legiert mit Zn und Te) bei einer Wellenlänge von 0.84 Mikrometern
- D.A.Kleinmann und P.P.Kisliuk: Erster Fabry-Perot-Reflektor für Modenselektion in einem Laserresonator
- N.Bloembergen et al.: Theorie der Wellenfortpflanzung in nicht-linearen Media (Frequenzverdopplung, parametrische Prozesse (-> 1965), stimulierter Raman-Effekt, multiple Photonenabsorption und andere)
- E.J.Woodbury, W.K.Ng: Erste Beobachtung stimulierter Raman-Streuung
1963
- L.F.Johnson et al.: Erste einstellbare Festkörperlaser, basierend auf Übergangsmetallionen, z.B. Ni2+:MgF2, Wellenlängen 1.62 Mikrometer bis 1.8 Mikrometer
- F.H.Dill; W.E.Howard et al.: Kontinuierlich stimulierte 0.84 Mikrometer-Emission von GaAs-Dioden bei Temperature von 2 K bis 77 K
- B.Lax et al.: Interpretierte die Fortpflanzung von Licht in pn-Dioden als Effekt eines dielektrischen Wellenleiters
- N.G.Basov und A.N.Oraevskii: Vorschlag eines gasdynamischen Lasers (-> 1966)
- H.G.Heard: Erster N2-Laser
- H.Kroemer; Zh.I.Alferov und R.F.Kazarinov: Vorschlag einer Doppel-Heterostruktur-Laserdiode (-> 1968)
- R.Newman: Vorschlag, Festkörperlaser mit Laserdioden anzuregen (-> 1964)
- M.Coupland: Erste Anwendung einer GaAs-Laserdiode als optischen Verstärker
1964
- J.E.Geusic et al.: Stimulierte 1.0641 Mikrometer-Emission von Nd:YAG, genauer Nd3+:Y3Al5O12; Grundlage des gebräuchlichsten Festkörperlasers
- C.K.N.Patel: 10 Mikrometer CO2-Laser, effektiver und kraftvoller Laser
- W.B.Bridges: Argonionenlaser mit einer Emissionswellenlänge von 0.514 Mikrometern, 0.488 Mikrometern etc.; Xenon- und Krypton-Laser
- H.A.Gebbie et al.: 337 Mikrometer-HCN-Laser, erster effektiver Sub-Millimeterwellen-Laser, überbrückte Wellenlängenlücke zwischen Infrarot und Mikrowellen
- E.A.J.Marcatili und R.A.Schmeltzer: Vorschlag und Berechnungen für einen Wellenleiter-Gaslaser (-> 1967)
- R.J.Keyes, T.M.Quist: Erste Dioden-angeregte Festkörperlaser (GaAs-Laserdiode regte U3+:CaF2 an) bei 4.2 K
- S.E.Harris, R.Targ: Erste Aktivmodus-Kopplung mit Hilfe eines akustooptischen Verlustmodulators in einem CW-He-Ne-Laser
- P.Kafalas et al., B.H.Soffer, P.P.Sverokin et al.: Verwirklichung eines Q-Switches durch einen sättigbaren Absorber als passiven Schalter
- W.E.Lamb; H.Dänzer: Theorie der induzierten Emission als erweiterte Quantenmechanische Dispersionstheorie
1965
- J.V.V.Kasper und G.C.Pimentel: Erste Realisation eines chemischen Lasers, basierend auf HCl, Emissionswellenlänge 3.5 Mikrometer
- B.Fritz und E.Menke: Erster Farbleitpunktlaser, basierend auf KCl:Li/Fa, Emissionswellenlänge 2.7 Mikrometer
- H.W.Mocker und R.J.Collins: Erste Entwicklung eines Ultrakurz-Lichtimpulses (ps-Bereich) durch passive Moduskopplung eines Rubinlasers
- J.A.Giordmaine, R.C.Miller: Erster optischer parametrischer Oszillator (OPO), nicht-lineares Material LiNbO3, Anregungssignal: Frequenz-verdoppeltes Nd:CaWO4
1966
- R.Kantrowitz et al.: Erste Realisation eines gasdynamischen CO2-Lasers mit einer Emissionswellenlänge von 10 Mikrometern
- P.P.Sorokin und J.R.Lankard: Erster Impuls-Farblaser: Stimulierte Emission von Chlorid von Aluminiumphtalocyanin, aufgelöst in Ethylalkohol, Emissionswellenlänge 0.756 Mikrometer, angeregt durch einen Rubinlaser
- F.P.Schäfer et al.: Farblaser: Impulsanregungsemission von 3-3'-Diethyltricarbocyanin, einstellbar durch Variation des Lösungsmittels
- W.T.Walter: Erster Kupferdampflaser, Wellenlängen 510.6 nm und 578.2 nm
1967
- F.K.Kneubühl et al.: Berechnung und Verwirklichung eines Wellenleitergaslasers als 337 Mikrometer-HCN-Laser
- T.F.Deutsch; K.L.Kompa und G.C.Pimentel: Erster Fluorwasserstoff-(HF-)Laser
1968
- Zh.I.Alferov et al.: Impulsmodus-Betrieb einer Doppel-Heterostruktur-Laserdiode
- W.Schmidt, E.P.Schäfer: Erste Passivmodus-Kopplung für einen Farblaser
- M.Ross: Erster Dioden-angeregter Nd:YAG-Laser
- W.T.Walter: Erster Golddampflaser, Wellenlänge 627.8 nm
- W.F.Kosonocky et al., J.I.Pankove: Erstes Konzept für monolithische Laserdiodengruppierungen (-> 1978)
1969
- W.B.Tiffany et al.: Erster kraftvoller CO2-Laser (kW-Bereich)
1970
- O.G.Peterson et al.: Kontinuierlich stimulierte Emission von Rhodamin 6G in Wasser
- T.Y.Chang und T.J.Bridges: 496 Mikrometer-CH3F-Laser, erster Laser-angeregter Gaslaser, große Menge stimulierter Emissionen im weiten Infrarot bis zu 3 mm Wellenlänge
- J.Beaulieu: Quer angeregter Luftdruck-CO2-Laser (Transversely Excited Atmospheric Pressure (TEA) CO2-Laser)
- May: Zh.I.Alferov et al.: Erste kontinuierlich emittierende Doppel-Heterostruktur-Laserdiode bei Raumtemperatur
- June: I.Hayashi, M.B.Panish et al.: Kontinuierlich bei Raumtemperatur arbeitende Laserdiode
- L.Esaki und R.Tsu: Erste Quantenwellenstrukturen (-> 1978)
1971
- N.G.Basov et al.: Xe*2-Laser, Erster Excimer-Laser
- H.Kogelnik und C.V.Shank: Farblaser mit verteilter Rückkopplung (Distributed Feedback (DFB))
- J.M.J.Madey: Vorschlag eines "Leitungselektronen"-Lasers (-> 1977)
- L.F.Johnson, H.G.Guggenheim: Erste Beobachtung stimulierter Emission durch Aufwärtswandlungsprozesse (-> 1987)
1972
- E.P.Ippen, R.H.Stolen: Erste Versuche für stimulierte Brillouin-Streuung in optischen Fasern
1973
- M.Nakamura und A.Yariv et al.: Erster DFB-Halbleiterlaser
1974
- L.F.Mollennauer und D.H.Olson: Erster einstellbarer Farbleitpunktlaser, basierend auf KCl:LiFA(II), Wellenlängen 2.6 Mikrometer bis 2.8 Mikrometer
- G.Marovsky: Verwendung eines Ringresonators, um räumliches "Loch-Brennen" zu vermeiden
1975
- H.Haken: Interpretierte Laserinstabilitäten mit Differentialgleichungen chaotischer Lösungen
- T.W.Hänsch und A.L.Schawlow, D.J.Wineland und H.G.Dehmelt: Vorschlag, Atomstrahlen mit Lasern zu kühlen (-> 1981)
1976
- J.Hsieh: Kontinuierlich emittierende InGaAsP-Laserdiode mit einer Emissionwellenlänge von 1.25 Mikrometern
1977
- D.A.G.Deacon et al.: Erster "Leitungselektronen"-Laser
1978
- J.C.Walling: Kontinuierlich verstellbarer Festkörperlaser basierend auf Alexandrit (BeAl2O4:Cr3+), einstellbar im Bereich von 710 nm bis 820 nm
- D.R.Scifres et al.: Erste effiziente Phasen-gekoppelte monolithische Laserdiodengruppierung
- R.D.Dupius et al.: Betrieb einer Quantenwellen-Laserdiode basierend auf GaAlAs/GaAs bei Raumtemperatur
1979
- E.Affolter und F.K.Kneubühl: DFB-Gaslaser
- H.Soda et al.: Erste Oberflächen-emittierende Laserdioden (Senkrechte Hohlraumoberflächenemittierende Laser (Vertical Cavity Surface Emitting Lasers =) VCSEL) (-> 1985)
1980
- L.F.Mollenauer, R.Stolen, J.P.Gordon: Erste Beobachtung von Solitonen in optischen Fasern (-> 1983)
- Zs.Bor: Entwicklung von Ultrakurz-Einzelimpulsen mit einem Farblaser
1981
- V.S.Letokov, V.G.Minogin: Berechnungen über die Kühlung von Atomstrahlen via Laserlicht (-> 1985)
- F.Koyama et al.: Laserdioden mit Verteiltem Bragg-Reflektor (Distributed Bragg Reflector (= DBR)), Material GaInAsP/InP, Emissionwellenlänge 1.58 Mikrometer
1982
- P.F.Moulton: Erster Ti:Saphir-Laser (Ti3+:Al2O3), einstellbar im Bereich zwischen 670 nm und 1079 nm
1983
- L.F.Mollenauer, R.Stolen: Erster Soliton-Laser
1984
- D.Meschede, G.Walther, G.Müller: Nachweis, dass einzelne Atome (sogenannte Rydberg-Atome) kontinuierliche Resonatoranregung induzieren können: Erster Einzelatom-Maser (-> 1994)
1985
- L.Anesson and F.K.Kneubühl: Laser mit schraubenförmiger Rückkopplung ( Helical Feedback (HFB))
- S.Chu et al.: Entwicklung einer Methode der Laserkühlung von Atomstrahlen
- D.L.Matthews et al.: Röntgenstrahlenlaser ("sanfter Röntgenstrahlen-Verstärker" bei 15 nm Wellenlänge)
- T.J.Kane and R.L.Byer: Diodenangeregter monolithischer Nd:YAG-Ringlaser
- K.Iga et al.: Impulsmodus-Betrieb einer Oberflächen-emittierenden GaAlAs/GaAs-Laserdiode (VCSEL) bei Raumtemperatur
1987
- A.J.Silversmith et al.: Erster kontinuierlich betriebener Aufwärtswandlungslaser
- D.Payne: Entwicklung eines Erbiumlegierten Faserverstärkers (Erbium Doped Fiber Amplifier = EDFA) mit einer Betriebswellenlänge von 1.55 Mikrometern
1988
- S.A.Payne et al.: Erster Cr:LiCaF-Laser, einstellbar im Bereich von 720 nm bis 840 nm
1989
- S.A.Payne et al.: Erster Cr:LiSaF-Laser, einstellbar im Bereich von 780 nm bis 920 nm
1990
- L.Canham: Beobachtung der Strahlungsemission in porösem Silikon im sichtbaren Spektralbereich
1991
- M.Haase et al.: Erster Kurzzeitbetrieb einer blaugrün-emittierenden Laserdiode auf der Basis des II-VI-Halbleiters ZnSe
1992
- G.Green, G.Leising et al.: Organische Polymer-LED, im blauen Spektralbereich emittierend
1994
- F.Capasso, J.Faist, A.Cho et al.: Populationsinversion in diskreten Energieniveaus im Leitungsband: Erster Quantenkaskadenlaser, Emission im mittleren Infrarot-Bereich
- N.Kirstaeder et al.: Grundstruktur eines Quantenpunktlasers
- M.Yan et al.: Nachweis der stimulierten Emission in konjugierten Polymeren (->1996)
- K.An et al.: Erster Einatom-Laser, Emissionswellenlänge 791 nm
1995
- M.H.Anderson et al., K.B.Davis et al.: Erste Beobachtung des Bose-Einstein-Kondensates in gelagerten atomaren Gasen (-> 1997)
1996
- S.Nakamura: Erste effizient bei Raumtemperatur blau emittierende Laserdiode, basierend auf dem III-V-Halbleiter GaN
- R.H.Friend: Optisch angeregter Polymerlaser
1997
- W.Ketterle et al., M.R.Andrews et al.: Nachweis des kohärenten Charakters des Bose-Einstein-Kondensates (-> 1999)
1999
- W.Ketterle et al., M.Kozuma et al.: Erster Atomlaser: Kohärente Verstärkung von Materiewellen beim Durchgang durch ein Atomreservoir
- O.Paintner et al.: Optische Anregung verursacht Laseraktivität in porösen InGaAsP-Strukturen