Für den deutschen Zukunftspreis sind auch die Entwickler der EUV-Lithographie nominiert. Mit dieser Technologie wird die Herstellung winziger Mikrochips plötzlich möglich.

Mikrochips sind längst ein grundlegender Bestandteil unseres Alltags. Dass wir riesige Datenmengen in Sekundenbruchteilen aufrufen und versenden können, hinterfragt kaum jemand – Ein Griff in die Hosentasche reicht bei den Meisten, um einen der leistungsstarken Rechenchips in der Hand zu halten. Dabei kann kaum jemand sagen, wie die Hersteller es schaffen, unsere Smartphones immer kleiner und leichter, aber trotzdem leistungsstärker werden zu lassen.

Auf dem zentralen Steuer-Chip sind als wesentlicher Bestandteil Transistoren angebracht. Nur damit kann das Smartphone arbeiten, Internetseiten öffnen oder Rechenoperationen durchführen. Je mehr Transistoren, desto mehr Rechnungen können durchgeführt werden.

, Deutscher Zukunftspreis: Kleinere Mikrochips durch Laser-Technologie

Die Transistoren, die die Rechenleistung von Computerchips bestimmen, werden jedes Jahr kleiner. Mit der EUV-Lithografie wird dieser Prozess weiter beschleunigt.

Microchips werden immer leistungsfähiger

„1970 hatten wir circa 1.000 Transistoren auf einem Chip, und wenn wir jetzt gucken, Smartphone, neueste Generation, dann haben Sie auf einem Chip, der kleiner ist Ihre Fingerkuppe, 10 Milliarden Transistoren. Und darum geht´s eben. Leitungsfähigere Chips herzustellen, die gleichzeitig auch weniger Energie verbrauchen, und kostengünstiger sind, und das eben in diesem Takt, dass man alle zwei Jahre letztlich die Anzahl der Transistoren verdoppelt.“

Dr. Peter Kürz, Leiter der EUV-Entwicklung, Carl Zeiss AG

So formuliert es Peter Kürz, der bei der Oberkochener Carl Zeiss AG an der Entwicklung einer neuen Technologie arbeitet, die sich EUV-Lithographie nennt. Mit ihr lassen sich Chips bauen, die noch kleiner und fähiger sind, als bisher.

Internationale Zusammenarbeit ermöglicht Fortschritt

Für diese Arbeit hat man den Optik- und Elektronikkonzern Zeiss, den Laserhersteller Trumpf aus Ditzingen, das Fraunhofer Institut IOF aus Jena und den niederländischen Konzern ASML gemeinsam für den deutschen Zukunftspreis nominiert, der vom Bundespräsidenten persönlich verliehen wird. Zeiss, Trumpf und ASML konstruieren aber nicht die Computerchips, sondern eben die Geräte, mit denen die winzigen Chips hergestellt werden. ASML baut die Maschine, Trumpf baut den Laser und Zeiss das optische System.

Hier geht es zum Originalartikel.