Ratgeber

Laser in der Automobilproduktion

Anwendungsfelder für Laserlösungen von Karrosseriebau bis Logistik
Zwei Mitarbeiter positionieren eine Frontscheibe an einem Fahrzeug, während grüne Laserlinien die Ausrichtung markieren.

Die moderne Automobilproduktion stellt hohe Anforderungen an Prozesssicherheit, Effizienz und Präzision. Um Qualitätsanforderungen zu erfüllen und gleichzeitig die Produktivität zu steigern und Taktzeiten zu verkürzen, setzen viele Hersteller Technologien zur visuellen Werkerführung sowie Systeme zur Bildverarbeitung ein. Laserlösungen von Z-LASER unterstützen die gesamte Prozesskette in der Automobilfertigung, von Karosseriearbeiten über die Interieur-Montage bis zur Logistik, indem sie manuelle Arbeitsschritte vereinheitlichen, Fehler reduzieren und Fertigungsabläufe automatisierungsfähig, prozesssicher und reproduzierbar gestalten.

Präzision am Rohbau: Schweißen und Karosserie

Das Schweißen von Karosserieteilen erfordert höchste Genauigkeit. Dabei kommen verschiedene Schweißverfahren zum Einsatz. Stabilität und Sicherheit der Fahrzeugstruktur hängen dabei unmittelbar von der Qualität jeder einzelnen Schweißnaht ab. Hierbei unterstützen Laserlinien für die Bildverarbeitung die Qualitätskontrolle, indem sie die tatsächlichen Schweißnahtverläufe mit den Soll-Vorgaben abgleichen. Auch die Vollständigkeit und korrekte Position von Schweißpunkten kann so automatisch überprüft werden, was eine lückenlose Dokumentation ermöglicht.

Ein Werker steht unter einer Rohkarosserie; grüne Laserprojektion markiert Konturen und Positionen an einem Karosseriebauteil zur visuellen Werkerführung.
Ein Werker blickt in die Rohkarosserie, grüne Laserlinien projizieren Sollkonturen und Montagepositionen im Innenraum zur prozesssicheren Ausrichtung.

Interieur-Montage: Visuelle Werkerführung mit Laserprojektion

Gerade bei der Montage der Innenausstattung sind viele manuelle Arbeitsschritte erforderlich. Laserprojektoren zur visuellen Werkerführung unterstützen diese Fertigungsschritte, indem sie Montagepositionen, Konturen oder Sollbereiche direkt auf Bauteile projizieren und so eine prozesssichere, reproduzierbare Ausführung ermöglichen.

Dachhimmel und Dämmmatten

Um den Dachhimmel für ein Auto vorzumontieren, müssen Halteclips und Kabel exakt positioniert werden. Ein Laserprojektor projiziert die jeweiligen Positionen direkt auf die Unterseite des Bauteils. Ähnlich wird beim Auto für die Dämmung vorgegangen: Um Vibrationen und Geräusche zu reduzieren, werden Dämmmatten beispielsweise im Kofferraum verklebt. Der Laser projiziert dafür die Umrisslinie der Dämmmatte, sodass sie sich präzise ausrichten und wiederholgenau verkleben lässt.

Autositzbezüge und Frontscheiben

Auch wenn Sitzbezüge für ein Auto gefertigt werden, dienen Laser in mehreren Fertigungsschritten visuelle Orientierung. Eine Laserlinie unterstützt die exakte Ausrichtung von Stoff- oder Lederteilen auf dem Legetisch. Beim Vernähen visualisiert ein Linienlaser den Nahtverlauf.

Auch bei der Frontscheibenmontage, bei der zunehmend auf sichtbare Markierungen verzichtet wird, visualisiert ein Laserprojektor die Sollkonturen für Quellband und Klebespur direkt auf die Scheibe und ersetzt so starre, fehleranfällige Schablonen mit aufwendiger manueller Handhabung.

Zwei Mitarbeiter positionieren eine Frontscheibe an einem Fahrzeug, während grüne Laserlinien die Ausrichtung markieren.

Spezialanwendungen: Caravanbau und Platine

Laserprojektoren unterstützen Fertigungsprozesse auch in spezialisierten Nischenbereichen der Automobilfertigung. Im Caravanbau werden sie eingesetzt, um Positionen für Verstrebungen, Befestigungen und Elektrik in Wand- und Bodenelementen präzise zu visualisieren.

Bei der Bestückung von Platinenpaletten für Pressteile zeigt die Laserprojektion die vorgesehenen Steckpositionen direkt auf der Platine an. Dadurch verkürzt sich die Rüstzeit deutlich, weil manuelles Messen und Ausrichten weitgehend entfallen

Logistik: Fehlerfreie Kommissionierung durch Laserprojektion

Bei der Auto-Logistik ist eine hohe Genauigkeit bei der Kommissionierung von Ersatzteilen entscheidend. Trotz Monitoranzeigen kann es im Alltag zu Fehlgriffen und Falschlieferungen kommen. Laserprojektoren schaffen hier Abhilfe, indem sie das korrekte Entnahmefach oder den richtigen Behälter direkt im Regal eindeutig markieren (Pick-by-Light bzw. Pick-by-Laser). Diese visuelle Führung reduziert Fehlentnahmen deutlich und ermöglicht einen flexibleren Personaleinsatz, weil Abläufe schneller erlernbar sind und Verwechslungen seltener auftreten.

Fazit: Prozesssicherheit und Effizienz in der Automobilfertigung durch Lasertechnologie

Die Anwendungsbeispiele für den Einsatz von Lasern im Karosseriebau, in der Interieurmontage und in der Auto-Logistik zeigen, dass Lasertechnologie in der Automobilproduktion einen messbaren Beitrag zu prozesssicheren und reproduzierbaren Abläufen leistet. Sie kommt entweder als Werkzeug in der Materialbearbeitung (etwa beim Schweißen) oder als optisches Assistenzsystem in Montage-, Prüf- und Logistikprozessen zum Einsatz.

Beim Schweißen erreichen Laser ein hohes Präzisionsniveau und ergänzen konventionelle Verfahren dort, wo ihre Vorteile in Qualität, Prozessstabilität und Automatisierung besonders wirksam sind. In der Montage ersetzen Laserprojektoren starre Schablonen und erhöhen Flexibilität sowie Sicherheit, indem sie Sollkonturen und Positionen als digitale Vorlage direkt auf das Bauteil projizieren. Ergänzend unterstützen laserbasierte Systeme in der Bildverarbeitung den Soll-Ist-Abgleich in der Qualitätssicherung, während Pick-by-Laser in der Logistik Fehlentnahmen reduziert und Abläufe schneller erlernbar macht.

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Häufige Fragen und Antworten

Bei Karosseriearbeiten werden Laser für die Bildverarbeitung genutzt, um Schweißnähte und -punkte zu überprüfen. Sie ermöglichen eine automatische Kontrolle der korrekten Position und Vollständigkeit nach dem Schweißen und sichern so die Qualität des Rohbaus.

Ein Laserprojektor projiziert die exakten Positionen für Halteclips und Kabelsätze direkt auf die Unterseite des Dachhimmels. So erkennt der Werker auf einen Blick, wo welches Teil zu montieren ist, was die Montage beschleunigt und Fehler reduziert.

Werden Autositzbezüge produziert, unterstützen Laser mehrere Arbeitsschritte durch visuelle Führung: beim exakten Ausrichten von Stoff- oder Lederteilen auf dem Legetisch, bei der Visualisierung des Nahtverlaufs während des Nähens und bei der positionsgenauen Ausrichtung des Bezugs beim Beziehen des Sitzes.

Beim Pick-by-Light-Prinzip bzw. Pick-by-Laser markieren Laserprojektoren das korrekte Entnahmefach oder den richtigen Behälter im Lagerregal eindeutig. Das reduziert Fehlentnahmen und Falschlieferungen deutlich und unterstützt eine sehr hohe, nahezu fehlerfreie Kommissioniergenauigkeit.

Der Hauptnutzen liegt in der signifikanten Steigerung von Präzision und Effizienz. Laser reduzieren manuelle Mess- und Einrichtungszeiten, unterstützen reproduzierbare Montageabläufe, ersetzen in vielen Anwendungen physische Schablonen und ermöglichen in Kombination mit industrieller Bildverarbeitung eine zuverlässige, dokumentierbare Qualitätskontrolle in Echtzeit.

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