“Seit Inbetriebnahme konnten bereits große Zeiteinsparungen generiert werden.”
Bei der Suche nach innovativen und kostensenkenden Systemen für den komplexen Herstellungsprozess wurde die Nordex GmbH auf die Z-LASER GmbH aufmerksam. Die Idee dahinter: mithilfe von Laserprojektion und -positionierung eine schnellere Produktion und geringere Durchlaufzeiten bei gleichzeitig präziserer Arbeit zu erreichen. Es kann schon verraten werden, das auf Anhieb bis zu 3 Stunden im Fertigungsprozess eines Rotorblatts beim Legen von über 200 Glasfasermatten eingespart wurden.
Wie konnte das so schnell gelingen?
Der komplette Herstellungsprozess eines Rohlings ist sehr aufwendig und nimmt dementsprechend viel Zeit in Anspruch. Aus diesem Grund stellt der Einsatz eines optischen Führungssystems eine Prozessoptimierung mit großem Einsparpotential dar. Um den Produktionsprozess schlanker und schneller zu machen, wurden bei NORDEX GmbH sechs Laserprojektoren namens ZLP2 von der Z-LASER GmbH mit 8m Abstand über der Negativform an der Dachkonstruktion der Produktionshalle angebracht. Die darunter liegende Rotorblattform deckt 90 % der Fertigung der Saugseite und 40 % der Druckseite ab. Der Werker arbeitet ohne Einschränkungen in seinem Arbeitsumfeld. Die Interaktion erfolgt über die intuitiv und leicht zu bedienende Software ZLP-Suite, welche durch die produkteigene Programmierschnittstelle (API) leicht in die Nordex-Kundenanwendungen integriert, durch den Anwender programmiert und modular erweitert werden konnte.
Der zeitaufwendigste Arbeitsschritt in der Herstellung eines Rotorblatts ist das Belegen mit Glasfasergelegen, die aufgrund ihrer Länge von bis zu 20m in mehrere Patches aufgeteilt werden. Im sogenannten Wurzelbereich wird dabei das meiste Material verbaut, da hier nach Inbetriebnahme die größten Kräfte wirken. Bei der Schäftung dieses Wurzelbereichs müssen teilweise sehr geringen Toleranzen eingehalten werden. Insgesamt werden über 200 individuelle Glasfasermatten in 45 Lagen händisch Schicht für Schicht gelegt. Damit diese hohen Anforderungen an die Belegung eingehalten werden können, projiziert der ZLP2 dem Werker die genauen Positionen in die Rotorblattform. Überschüssiges Material kann anschließend an der Lasermarkierung entlang entfernt werden, damit es nicht im Bauteil verbleibt. Neben der Positionierung von Glasgelegen hat das optische Führungsystem seit der Inbetriebnahme viele weitere Einsatzpotentiale in der Rotorblattfertigung aufgezeigt.