In der Intralogistik spielen personengeführte Tätigkeiten trotz zunehmender Automatisierung weiterhin eine wichtige Rolle im Lagerbetrieb. Gerade fahrerbediente Flurförderzeuge wie Gabelstapler übernehmen zentrale Aufgaben im Warentransport zwischen Wareneingang, Lager und Versand. Ihr Einsatz ist jedoch mit verschiedenen operativen Herausforderungen verbunden. Paletten müssen oft in großen Höhen aufgenommen, positioniert und eingelagert werden, was oft zeitintensiv ist. Gleichzeitig können eingeschränkte Sichtverhältnisse, enge Fahrwege und komplexe Lagerstrukturen die Abläufe erschweren, die Effizienz beeinträchtigen und das Unfallrisiko erhöhen.
Positionierlasersysteme bieten hier effiziente Lösungen: Sie können als optische Positionierhilfe dienen oder Fahrwege sowie Gefahrenbereiche durch visuelle Warnmarkierungen kennzeichnen. Dieser Artikel erläutert, wie Laseranwendungen für Flurförderfahrzeuge dazu beitragen, die Prozesssicherheit im Lagerbetrieb zu erhöhen, Abläufe zu optimieren und Sicherheitsrisiken zu reduzieren.
Was sind Flurförderzeuge?
Flurförderzeuge sind innerbetriebliche Transportmittel, die den Materialfluss zwischen Wareneingang, Lager, Produktion und Versand sicherstellen. Sie bewegen Waren und Lasten über kurze bis mittlere Strecken. Typischerweise werden sie für den Transport zwischen Funktionsbereichen, zum Be- und Entladen sowie zum Ein- und Auslagern verwendet.
Zu den bekanntesten Varianten von Flurförderzeugen gehören unter anderem:
- Gabelstapler
- Schubmaststapler
- Hubwagen (Niederhubwagen und Hochhubwagen)
- Kommissionierer
Die meisten Flurförderzeuge bewegen Paletten, Gitterboxen oder andere Ladeeinheiten. Besonders verbreitet sind Gabelstapler sowie Hubwagen, da sie für unterschiedliche Ladeeinheiten und Hubhöhen eingesetzt werden können.
Was unterscheidet Flurfahrzeuge von Flurförderzeugen?
Flurförderzeug ist der technisch korrekte, berufsgenossenschaftliche Fach- und Regelwerksbegriff gemäß der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV Vorschrift 68 „Flurförderzeuge“). Im alltagssprachlichen Gebrauch werden sie oft auch als Flurfahrzeuge oder Flurförderfahrzeuge bezeichnet.

Flurförderzeuge im Lager: Herausforderungen und Sicherheitsrisiken
Lager sind dynamische Arbeitsbereiche, in denen Güterverkehr und Personenbewegungen parallel stattfinden. Fahrer, die Flurförderzeuge im Lager bedienen, müssen hier präzise und zügig manövrieren und gleichzeitig geltende Sicherheitsanforderungen einhalten. Typische Risikosituationen ergeben sich beispielsweise bei engen Fahrwegen, Bereichen mit wenig Rangierraum, eingeschränkten Sichtverhältnissen oder beim Positionieren von Lasten in großen Hubhöhen.
Die DGUV-Statistik zum Arbeitsunfallgeschehen weist für das Jahr 2021 15.383 meldepflichtige Arbeitsunfälle mit Staplern aus, darunter 11 tödliche Unfälle. In 50,8 Prozent der Fälle wurde die verletzte Person vom Stapler angefahren oder eingequetscht. Besonders sicherheitskritisch sind dabei eingeschränkte Sichtverhältnisse: Bei Gabelstaplern ist die Sicht beim Vorwärtsfahren häufig durch Mast und Last begrenzt, während sie beim Rückwärtsfahren durch die eingeschränkte Beweglichkeit des Fahrers beeinträchtigt wird. Eine Auswertung der Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik (BGHW) zeigt, dass sich etwa zwei Drittel der Unfälle beim Rückwärtsfahren ereignen. Entsprechend schreibt die DGUV Vorschrift 68 vor, dass Flurförderzeuge nur verfahren werden dürfen, „wenn der Fahrer ausreichende Sicht auf die Fahrbahn hat oder entsprechend eingewiesen wird“ (§ 12 Abs. 1). Für Situationen mit eingeschränkter Sicht nennt die Durchführungsanweisung ergänzende Hilfsmittel wie Spiegel, Kamera-Monitor-Systeme sowie akustische und visuelle Warnhinweise.
Positionierlasersysteme von Z-LASER bieten hier effektive Lösungen für Prozesssicherheit und Personenschutz. Sie unterstützen Bediener von Flurförderzeugen beim Stapeln durch optische Referenzlinien oder tragen zur Absicherung des Umfelds bei, indem sie Fahrwege und Gefahrenbereiche durch visuelle Warnsignale deutlich kennzeichnen.
Laserlösungen für Gabelstapler: Optische Positionierhilfe beim Stapeln
Linien- oder Kreuzlaser erzeugen eine klare visuelle Referenz für die Ausrichtung der Gabelzinken. Dadurch können die korrekte Tiefe und Höhe sowie die erforderlichen Abstände leichter eingehalten werden. Gerade bei eingeschränkter Sicht und großen Hubhöhen – beispielsweise beim Einlagern von Europaletten in Hochregallagern – erhöht dies Präzision und Sicherheit. Sollen hintereinanderliegende Paletten mit dem Gabelstapler aufgenommen werden, kann eine Lasermarkierung in entsprechender Systemausführung in einem definierten Bereich automatisch stoppen, sodass die nächste Palette nicht mit angehoben wird. Die technische Umsetzung solcher Laseranwendungen kann in zwei Varianten erfolgen: durch einen Linienlaser an einer der Gabelzinken oder durch einen Kreuzlaser im Gabelbereich.
Der Linienlaser fährt mit
Eine häufig eingesetzte Lösung ist die Montage eines Linienlasers an einer der Gabelzinken des Staplers. Der Laser projiziert eine waagerechte rote oder grüne Linie nach vorne auf die Palette oder das Regal, wodurch Bediener von Gabelstaplern eine klare visuelle Referenz für Höhe und Position der Gabelzinken erhalten. Ergänzend dazu wird an der zweiten Zinke eine Kamera installiert, die die projizierte Linie auf einen Monitor in der Fahrerkabine überträgt. Dieses Setup ist besonders hilfreich, wenn hohe Lasten die direkte Sicht auf die Gabeln versperren. Der Bediener kann die Gabelzinken deutlich präziser ausrichten, ohne auf Schätzungen angewiesen zu sein.
Visualisierung durch Kreuzlaser
Eine alternative technische Lösung stellt der Einbau einesKreuzlasers dar. Dieser wird zentral am Gabelträger, zwischen den Zinken im Bereich des Verstellgeräts, montiert. Der Laser für den Stapler projiziert ein Fadenkreuz, dessen vertikale Linie das Anpeilen der Palettenmitte erheblich vereinfacht. Dies ermöglicht eine schnelle und zentrierte Aufnahme der Last, was die Stabilität während des Transports verbessert und Beschädigungen an Ware und Regal verhindert.
Montage und Umsetzung
Die Montage zwischen den Gabelzinken kann beispielsweise mit einem roten oder grünen Kreuzlaser aus der ZM18-Baureihe erfolgen. Je nach Anwendung stehen Optiken mit Öffnungswinkeln von etwa 5×5° bis 60×60° zur Verfügung. Für einen flexiblen Ausbau ist eine Sonderausführung mit Winkeloptik „L90“ verfügbar, die den Laserstrahl um 90° umlenkt. Dadurch kann der Laser platzsparend liegend oder stehend montiert werden.
Mehr Sicherheit im Lagerbetrieb durch Laseranwendungen
Ein Unfall mit dem Gabelstapler ereignet sich oft dann, wenn Personen oder Hindernisse im Arbeitsumfeld zu spät erkannt werden. Neben eingeschränkten Sichtverhältnissen spielen dabei auch unübersichtliche Fahrwege sowie die gleichzeitigen Bewegungen von Fahrzeugen und Personen im Lager eine Rolle. Deshalb sind wirksame Sicherheitsmaßnahmen erforderlich, wenn Mitarbeitende beispielsweise Gabelstapler fahren. Laserbasierte Warnsysteme können hier maßgeblich zur Sicherheit für Flurförderzeuge im Lagerbetrieb beitragen. Rote oder grüne Linienlaser markieren Fahrwege und Gefahrenbereiche auf dem Boden vor und hinter dem Fahrzeug. Die Laserlinien erzeugen einen hohen Lichtkontrast zum Umgebungslicht und bilden so eine gut sichtbare optische Warnmarkierung. Dadurch wird das Kollisionsrisiko deutlich gemindert.

Z-LASER-Empfehlung: Positionierlaser der ZM18-Baureihe
Positionierlaser der ZM18-Baureihe bieten eine zuverlässige Liniengeradheit mit präziser, homogener Linienzeichnung. Die kompakten, speziell für den industriellen Einsatz ausgelegten Lasermodule lassen sich ebenfalls flexibel montieren und selbst bei niedrigen Einbauhöhen problemlos integrieren. Mit einem Ø 20 mm Laserkopf sowie einem M18-Gewinde ausgestattet, können die Module problemlos in bestehende Maschinen, Anlagen oder Staplersysteme integriert werden.
ZM18 Modul
Der ZM18 ist ein industrietaugliches Lasermodul, das sich durch seine kompakte Bauform im Sensorlook leicht in bestehende Maschinen und Anlagen integrieren lässt. Er überzeugt mit höchst Flexibilität. Mit den Ausprägungen ZM18B und ZM18B3 liefert das Module unschlagbare Arbeit bei Positionierarbeiten und mit dem ZM18S3 höchste Verlässlichkeit bei Bildverarbeitungsanwendungen geeignet. Die integrierte, einfach bedienbare Fokussieroptik ermöglicht eine schnelle Anpassung an unterschiedliche Arbeitsabstände und Anforderungen. Mit seiner robusten Ausführung ist der ZM18 ideal für den zuverlässigen Dauereinsatz und bietet eine präzise Lösung für moderne Fertigungsprozesse.
Mehr erfahrenSie verfügen zudem über eine integrierte, leicht zu bedienende Fokussiermechanik und sind je nach Wellenlänge mit Leistungen von bis zu 120 mW verfügbar. Dank IP67-Schutzklasse, schockresistenter Bauweise und widerstandsfähiger Gehäusekonstruktion halten sie typischen Belastungen im Lagerbetrieb wie Vibrationen, Stößen sowie Staub- und Feuchtigkeitseinwirkungen zuverlässig stand.
Mehr Präzision und Sicherheit in der Intralogistik mit Z-LASER
Der Einsatz von Positionierlasersystemen für Flurförderzeuge bietet eine wirkungsvolle Möglichkeit, typische Herausforderungen der Intralogistik zu adressieren. Als visuelle Positionierhilfe erhöhen laserbasierte Systeme die Prozesssicherheit beim Ein- und Auslagern von Lasten und unterstützen einen stabilen Materialfluss. Darüber hinaus können laserbasierte Sicherheits- und Warnsysteme Fahrwege und Gefahrenbereiche sichtbar machen und tragen so dazu bei, dass kritische Situationen im Lagerbetrieb frühzeitig erkannt werden. Unternehmen profitieren dadurch von schnelleren und reproduzierbaren Arbeitsabläufen sowie von einer Reduzierung von Regal- und Warenschäden. Laseranwendungen für Flurförderzeuge bringen dabei nicht nur wirtschaftliche Vorteile mit sich. Vor allem tragen sie dazu bei, das Arbeitsumfeld für Mitarbeitende im Lager sicherer zu gestalten und das Unfallrisiko zu senken.
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Häufig gestellte Fragen
Flurförderzeuge sind innerbetriebliche Transportmittel zum Bewegen von Gütern im Lager und in der Produktion. Dazu zählen etwa Gabelstapler, die Paletten zwischen Wareneingang, Lager und Versand transportieren und positionieren.
Laserlinien können als Positionierhilfe sowie zur Markierung von Fahrwegen und Gefahrenbereichen eingesetzt werden. Dadurch lassen sich Fehlpositionierungen und Risiken im Lagerbetrieb reduzieren.
Linien- oder Kreuzlaser projizieren eine visuelle Referenz auf Paletten oder Lagerplätze und unterstützen so die Ausrichtung der Gabelzinken. Dadurch können Lasten präziser aufgenommen und positioniert werden.
Je nach Anwendung kann ein Linienlaser an einer der Gabelzinken oder ein Kreuzlaser zwischen den Zinken im Bereich des Verstellgeräts montiert werden.
Laserlösungen von Z-LASER unterstützen effiziente und sichere Arbeitsabläufe. Dadurch lassen sich Waren- und Regalschäden, Nacharbeiten sowie unnötige Korrekturbewegungen reduzieren, was sowohl zur Kostensenkung als auch zur Arbeitssicherheit beiträgt.