Im Bereich der Textilveredelung ist der Textildruck eine gängige Methode, um Textilien oder Kleidung zu bedrucken. Insbesondere das Siebdruckverfahren für Textil ist im industriellen Maßstab weitverbreitet. In diesem Verfahren werden häufig sogenannte Textilkarussells eingesetzt. Hierbei handelt es sich um eine für den Textildruck verwendete Maschine, die einen hohen Durchsatz ermöglicht. Für ein qualitativ hochwertiges und konsistentes Ergebnis ist dabei ein Detail entscheidend: die exakte Positionierung jedes einzelnen Textils auf der Druckpalette des Textilkarussells.
Um diesen Arbeitsschritt zu beschleunigen und Fehler zu reduzieren, haben sich Positionierlaser als effiziente Lösung bewährt. Dieser Artikel erläutert, wie Positionierlaser im Textildruck mittels Kreuzprojektion eine wiederholgenaue Ausrichtung der Textilien ermöglichen.
Die Herausforderung: Exakte Ausrichtung auf der Druckpalette
Unabhängig davon, ob es sich um einen T-Shirt-Druck oder die Veredelung eines anderen Kleidungsstücks handelt: Damit das Druckmotiv bei allen Teilen einer Charge an derselben Stelle sitzt, muss jedes Textil immer in gleicher Lage auf der Druckpalette ausgelegt und aufgezogen werden. Eine rein manuelle Ausrichtung ist zeitaufwendig und anfällig für Fehler. Bereits geringfügige Abweichungen können dazu führen, dass das Druckbild schief oder verschoben ist und Ausschuss entsteht. Positionierlaser von Z-LASER optimieren diesen Arbeitsschritt, indem sie eine visuelle Referenz für die Ausrichtung vorgeben und so Fehlpositionierungen wie auch Versatz signifikant reduzieren.

Die Lösung: Kreuzprojektion für perfekte Positionierung
Um ein Textil bedrucken zu können, hat sich die Projektion eines Laserkreuzes auf das Material in der Praxis bewährt. Dabei dienen die beiden Laserlinien des Kreuzes als Referenz für die Ausrichtung. Beim T-Shirt-Druck beispielsweise funktioniert dies folgendermaßen:
- Eine Laserlinie wird entlang der Mittelachse des T-Shirts projiziert.
- Eine zweite Laserlinie dient als Orientierungshilfe für die Ärmelansätze unter den Achseln.
Mithilfe dieses Laserkreuzes kann das Kleidungsstück schnell und ohne manuelles Messen passgenau ausgelegt werden. Die Kreuzprojektion kann dabei entweder durch zwei einzelne, separat montierte Linienlaser oder durch einen einzigen Laser mit spezieller Kreuzoptik erzeugt werden.
Zentrale Anforderung an den Laser
Damit der Laser eine ausreichend sichtbare Kreuzprojektion erzeugen kann, müssen die Laserlinien auch auf verschiedenfarbigen Textilien deutlich erkennbar sein. Je nach Textilfarbe kann eine rote oder grüne Laserlinie geeigneter sein. Auch eine Helligkeitsregelung (Dimmung) ist eventuell sinnvoll.
Z-LASER-Empfehlungen für den Textildruck
Für das Siebdruckverfahren im Textildruck empfiehlt Z-LASER – abhängig von der Montagehöhe –rote, dimmbare Positionierlaser der ZT-Baureihe oder grüne Positionierlaser der ZD-Baureihe, jeweils als Linien– oder Kreuzlaser.
Rote Positionierlaser der ZT-Baureihe
Rote Laser sind eine wirtschaftlich attraktive Option, sofern die Sichtbarkeit auf dem jeweiligen Textil ausreichend ist:
- Linienlaser: Die Modelle Z5T-645-lg90, Z3T-635-lg90.
- Kreuzlaser: Die Modelle Z5T-645-x30 bzw. Z3T-635-x30 (30° Öffnungswinkel in x- und y-Richtung) – alternativ x60-Varianten mit je 60° Öffnungswinkel.
Grüne Positionierlaser der ZD-Baureihe
Grüne Laserlinien werden vom menschlichen Auge in der Regel besser wahrgenommen und bieten auf sehr vielen Textilfarben einen guten Kontrast:
- Linienlaser: Das Modell Z5D-520-lg90.
- Kreuzlaser: Das Modell Z5D-520-x52g (52° Öffnungswinkel in x- und y-Richtung)
ZD Modul
Der ZD ist ein universelles Mini-Lasermodul mit nur Ø11 mm Durchmesser und eignet sich ideal für den Einbau in Geräte und Maschinen mit wenig verfügbarem Bauraum. Trotz seiner kompakten Bauform überzeugt er durch eine sehr gute Sichtbarkeit und ist in den Projektionen Linie, Punkt oder Kreuz erhältlich. Typische Anwendungen finden sich in der Holz-, Stein-, Textil-, Reifen- und Metallindustrie, wo präzise Ausrichtung auch unter beengten Bedingungen gefordert ist. Er ist von grüner (520 nm, 10 mW), bis zu roter (635 nm, 15 mW), Ausführung verfügbar.
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Bei der Farbauswahl ist zu berücksichtigen, dass Laserlinien auf Untergründen in der jeweiligen Komplementärfarbe schlechter sichtbar sein können (beispielsweise ein roter Laser auf grünem Stoff oder umgekehrt)
Fazit: Textilien schneller, präziser und wirtschaftlicher bedrucken
Der Einsatz von Positionierlasern im Textildruck zeigt, wie sich ein zentraler Prozessschritt in der Textilveredelung, nämlich die passgenaue Ausrichtung von Kleidungsstücken auf der Druckpalette des Textilkarussells, verlässlich unterstützen lässt. Die Laserprojektion dient als visuelle Referenz direkt am Material und ermöglicht, dass Textilien immer auf dieselbe Art und Weise ausgerichtet und aufgezogen werden. Dadurch werden Fehler und Versatz minimiert, während die Gesamtproduktivität der für Textildruck konzipierten Maschine steigt. Dies gilt sowohl für Serienproduktionen als auch dann, wenn Sie individuell Textilien bedrucken lassen wollen.
Sie sind sich unsicher, welcher Laser der richtige für Ihre Anwendung ist? Kontaktieren Sie uns. Wir beraten Sie gerne unverbindlich und unterstützen Sie bei der Auswahl Ihrer individuellen Laserlösung.
Häufig gestellte Frage
Positionierlaser projizieren ein Laserkreuz direkt auf die Palette der Druckmaschine. Dies ermöglicht es dem Werker, jedes T-Shirt schnell und immer exakt gleich auszurichten, was ein konsistentes Druckergebnis ermöglicht.
Ein Kreuzlaser projiziert zwei Linien (horizontal und vertikal) als Referenz. Damit können sowohl die Mittelachse des Textils als auch eine horizontale Achse (z. B. Höhe unter den Ärmeln) gleichzeitig ausgerichtet werden, was den Prozess schneller und präziser macht.
Grüne Laser sind für das menschliche Auge besser sichtbar und bieten auf vielen Stofffarben einen höheren Kontrast. Rote Laser sind eine wirtschaftlich günstige Option, die für viele Anwendungen ausreicht. Die Wahl hängt vom spezifischen Einsatz und den zu bedruckenden Textilien ab.
Dieses Siebdruckverfahren ist eine gängige Methode im Textildruck, bei der Druckfarbe mit einer Gummirakel durch ein feinmaschiges Gewebe (das Sieb) auf das Textil gedrückt wird. Bereiche, die nicht bedruckt werden sollen, werden farbundurchlässig gemacht. Für jede Farbe eines Druckmotivs wird ein eigenes Sieb benötigt.